Abstract
Wenn in Graz die Sprache auf Luftschutz und Stollenbauten während des Zweiten Weltkrieges kommt, denken die meisten an die in der Innenstadt 1943-45 angelegten Schlossbergstollen. Diese waren mit einer Gesamtlänge von rund 6,3 km das größte, während des Krieges realisierte Stollenprojekt und boten Schutz für rund 40.000 Personen. Nachdem das Stollensystem in den Jahrzehnten nach der Beendigung des Krieges weitgehend in Vergessenheit geraten war, wurde es 58 Jahre nach Kriegsende durch das Projekt „Berg der Erinnerungen“ im Kontext des Kulturhauptstadtjahres 2003 erneut ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Im Zuge der Ausstellung wurde dabei auch ein Teil des Stollensystems für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Hauptstollen, der vom Schlossbergplatz in den Berg führt, und der angeschlossene „Dom im Berg“ können bis heute besucht werden.
Die Schlossbergstollen, und mit ihnen die alliierten Luftangriffe auf Graz ab 1943, rückten damit wieder vermehrt in die öffentliche und auch wissenschaftliche Wahrnehmung. Wesentlich weniger bekannt ist allerdings, dass die Stollen im Schlossberg eines von mehreren Projekten waren, um der Grazer Bevölkerung ab 1943 Schutz vor alliierten Luftangriffen zu bieten. Auch in anderen Teilen der Stadt wurden Stollen errichtet, deren Gangsysteme größtenteils heute noch existieren. Diese wurden aber erst später und bisher nur teilweise auch Gegenstand von Forschungen.
Beispiele für aktuelle Studien in diesem Bereich sind etwa die Luftschutzstollen im Kalvarienberg und beim Schloss St. Martin.
Die Schlossbergstollen, und mit ihnen die alliierten Luftangriffe auf Graz ab 1943, rückten damit wieder vermehrt in die öffentliche und auch wissenschaftliche Wahrnehmung. Wesentlich weniger bekannt ist allerdings, dass die Stollen im Schlossberg eines von mehreren Projekten waren, um der Grazer Bevölkerung ab 1943 Schutz vor alliierten Luftangriffen zu bieten. Auch in anderen Teilen der Stadt wurden Stollen errichtet, deren Gangsysteme größtenteils heute noch existieren. Diese wurden aber erst später und bisher nur teilweise auch Gegenstand von Forschungen.
Beispiele für aktuelle Studien in diesem Bereich sind etwa die Luftschutzstollen im Kalvarienberg und beim Schloss St. Martin.
| Original language | German |
|---|---|
| Title of host publication | Historisches Jahrbuch der Stadt Graz |
| Subtitle of host publication | Demokratisierung in Graz seit 1945 - Anspruch und Realität |
| Place of Publication | Graz |
| Publisher | Leykam Buchverlagsgesellschaft |
| Pages | 345-363 |
| Volume | 53/54 |
| ISBN (Print) | 978-3-7011-0577-9 |
| Publication status | Published - 17 Jun 2025 |
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